Zach Prather

Zach Prather ist 1952 in Chicago geboren. Bereits als sechzehnjähriger spielte er Gitarre und Schlagzeug in den Clubs von Chicago und wirkte auf einer Single des grossen Soulsängers Curtis Mayfield mit. In den folgenden Jahren spielte er auch mit Grössen wie Etta James, Screaming «J» Hawkins, Margie Evans, Luther Allison und Mick Jagger.

Von Willie Dixon gefördert

Am wichtigsten für seinen Werdegang war aber Willy Dixon. Der grosse Blues-Bassist von Muddy Waters und Chuck Berry, der wesentlich zur Verbreitung des Chicago Blues und des Rock ’n’ Roll beigetragen hat. Für Muddy Waters, den Begründer des Chicago Blues, hat Dixon im Jahr 1954 «Hoochie Coochie Man» geschrieben, einen der bedeutendsten Bluessongs überhaupt.

Dieser Willie Dixon hat das Talent des jungen Zach erkannt und ihn unter seine Fittiche genommen. «Es war Willy Dixon, der mich den Blues lehrte», sagt Zach Prather. «Der grosse Willy Dixon war wie ein Vater für mich. In den drei Jahren, die wir zusammen verbrachten, machte ich die wertvollsten Erfahrungen für meine Musik.» Dixon produzierte denn auch Prather’s erste Blues-CD. Die «L.A. Times» nannte ihn den «New Bad Boy of the Blues». Prather ist auch ein gefragter Komponist, der unter anderen für Linda Perry, Gwen Gordy und Motown Publishing schrieb. Nach Dixons Tod im Januar 1992 unterbrach Prather seine Musikkarriere und wechselte ins Schauspielfach.

Danach zog er nach Europa, zuerst nach Paris, wo er 1993 auch seine erste CD «Never My Love» in Europa herausbrachte, dann, der Liebe folgend, nach Luzern. Zach Prather’s Musik ist im riffbetonten, rohen Chicago Blues geerdet, ist aber auch stark vom britischen Blues-Rock der 60er- und 70er- Jahre geprägt. Auch Funkelemente sind in Europa immer stärker in seine Musik eingeflossen. Das wurde vor allem auf seinem Album «Freak» von 2009 deutlich.

In diesen Tagen ist «Ju Ju Man» (Madstone Music), sein seit 1995 fünftes Album, erschienen. Es markiert ein Zurück zu seinen bluesigeren und blues-rockigeren Wurzeln. Das grösste Ereignis ist aber vor allem Prather’s rauchige Power-Bluesstimme. Begleitet wird er von seiner Band The Tribe mit Urs Baumeler (Bass) und Eric Kunz (Schlagzeug).